Magic Zyks ein Künstlerportrait

Wer ist Magic Zyks

 

Schwarzer Anzug, Bowler Hat und mit einem Gehstock oder einer  Dressurgerte bewaffnet so trifft man Herrn Zyks gerne auf Partys oder  Vernissagen an.

Der 1963 in Köln unter bürgerlichem Namen geborene Zyks inszeniert  nicht nur seine Fotos bis ins Detail, sondern sieht sich auch selbst zuweilen gern als Teil einer großen Inszenierung.
Ebenso exentrisch wie sein Auftreten ist deshalb auch sein Pseudonym  das er seit einigen Jahren offiziell als eingetragenen Künstlernamen  führt.
Zyks der aus einem kunstinteressierten Elternhaus stammt probierte  sich nach seiner Schulzeit in unterschiedlichen Beruffeldern aus,  darunter als Dekorateur, Maskenbildner und Grafiker bevor er sich dann endgültig für die Werbung entschied. Zur ernsthaften Auseinandersetzung mit der Fotografie kam er allerdings recht spät und  zwar erst nachdem er sich entschloss seine SM-Neigung nicht länger zu  
verneinen.
Er vermutet das die Bilder, die er noch in sich trug, einfach das  Licht der Öffentlichkeit erblicken wollten, oder vielmehr mussten. Was  nicht zuletzt damit zusammenhing, das Zyks diese Bilder in der bereits  existierenden Fetischfotografie nicht finden konnte. Ein guter Grund  also, Sie selbst zu machen, wie er sagt.

 

Über seine Arbeit

 

Obwohl seine Inszenierungen immer einen sehr persönlichen Einblick in  die Gedankenwelt des Künstlers geben, ist das Gelingen eines Fotos letztendlich nicht allein von der Idee des Künstlers bestimmt, sondern  

auch von der Mitwirkung aller an einem Foto beteiligten abhängig und wie es das Schicksal wollte fand Zyks in seiner Partnerin Aimée auch seine Muse, die ihn sowohl vor als auch hinter der Kamera unterstützt  und neben dem Modelpart auch die Rolle des Make-Up-Artists, der  Stylistin und der Dekorateurin übernimmt. Dazu ist sie seine größte Bewunderin und Kritikerin zugleich.

 

Wenngleich SM und Bondage ständige inhaltliche Begleiter seiner Fotografien sind sieht sich Zyks sich nicht vorrangig als Fetisch-Fotograf. In seinen Inszenierungen ist die Darstellung von gefesselten Menschen  selten die blosse zur Schaustelllung eines Fetischs, das wäre Ihm zu  profan. Es geht ihm immer auch um die Visualisierung unbewußter Gefühls- und Gemütszustände wie er sagt. Daher rührt auch die erzählerische Dichte in seinen Fotografien. Die meisten seiner Bilder rufen mehrschichtige Empfindungen hervor, die den Betrachter zu einer Geschichte verführen. Machstrukturen werden enthüllt und jeder sucht sich seine Position bei der Betrachtung. Die Szenen befinden sich in einem Spannungsfeld zwischen Traum und Wirklichkeit. Der der Fotografie sonst innewohnende Realitätsanspruch nähert sich plötzlich der Fantasie, Träume hingegen wirken beinahe real.

 

Vieler seiner Fotografien sind para-sakral durchströmt, ohne jedoch explizit biblische Motive nachzustellen. Religion und SM haben für Zyks gemeinsame Wurzeln. Wer genau hinsieht, erfährt fast immer etwas über den Fotografen oder vielleicht sogar sich selbst, selten jedoch etwas über die abgebildeten Personen, da Magic Zyks in seinen Inszenierungen nicht das Anliegen verfolgt, mit Fotografie zum Wesenskern des Portraitierten vorzudringen. Ganz im Gegenteil, er hält die These vieler Fotografen, das man mit Fotografie das wahre Wesen eines Menschen einfangen könne, für ausgemachten Unsinn. Er hält es da eher mit Fotografen wie Richard Avedon der sagt: In einer Fotografie gibt es soetwas wie Ungenauigkeit nicht. Alle Fotografien sind genau. Keine von ihnen ist die Wahrheit.

 

Was den Umgang mit seinen Modellen angeht ist Magic Zyks ganz  dominant, seine Modelle müssen sich seiner Bildidee unterwerfen, sie sind das Medium für seine Bildintentionen. Durch seine vielschichtigen Arbeiten wurden seine Fotos auch über die Fetisch- und SM-Szene hinaus bekannt. Seine Bilder waren bereits in den Online-Portalen von Sat1, FHM, JustbeMan und Max zu sehen und man findet sie darüberhinaus in zahlreichen Foto-Blogs im Netz, wo sich die Blogger seine Werke als interessante Fundstücke zuspielen. Oder in Szene-Magazine wie den Schlagzeilen, auf Buchcovern und als Titelbilder für Hörbucher. Wenn Magic Zyks nicht gerade fotografiert, dann ist er in seinem Beruf  als Designer tätig. Doch auch als Grafiker konnte er sich in die Szene einbringen. So gewann er 2004 mit seinem Entwurf einen vom BVSM ausgeschriebenen Logo-Wettwerb. Das von ihm entwickelte Signet findet man heute auf allen Publikationen des BVSMs.

 

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